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Liebe Isabel,
es tut mir schrecklich Leid, dass ich gestern nicht gekommen bin. Was passierte ist unglaublich. Ich war Feuer und Flamme über unseren Abend zu zweit, als mein Handy plötzlich Feuer fing! Und so kommt es, dass ich mir die Finger verbrannt habe. Deshalb musste ich gerade ins Krankenhaus fahren. Die vergebliche Erwartung war sicher sehr unangenehm. Bist du sehr böse?

Erbarme dich meines Flammenden Herzens! Ich bitte dich um eine zweite Chance! Vielleicht könnten wir uns morgen treffen?

Feuerige Küsse

Julian

PS: Ich habe einer sehr netten Krankenschwester diese Email diktiert, weil meine Finger immer noch schmerzend sind.



Lieber Julian,
es tut mir Leid, dass dein Handy plötzlich Feuer fing, und deine Finger daher schwere Brandwunden erlitten. Trozdem freue ich mich darüber, dass deine nette Krankenschwester für dich sorgt und dich tröstet. Fühl dich mal nicht schuldig, dass du zu meiner Verabredung nicht kamst: Ich habe nicht vergeblich gewartet. Ganz im Gegenteil! Ich habe tatsächlich einen sehr coolen Inuit in der Kneipe kennengelernt, der mich in sein Iglu eingeladen hat. Deshalb schreibe ich diese Postkarte auf einem Packeis.

Komm doch mal nach Grönland, sobald deine Finger geheilt sind! Bring deine Krankenschwester mit: Das kleine Beistelliglu könnt ihr euch zu zweit teilen! Wir könnten zum Beispiel die Eskimorolle üben, oder auf einem Gletscher Katz und Maus mit den Eisbären spielen, wenn ihr tierlieb seid!

Sei beruhigt: Handybrände sind hier viel seltener als in Deutschland!

Eisige Küsse

Isabel