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In Astrid Lingrens Kurzgeschichte 'Die Mutprobe' geht es um zwei Jungen, Albin und Stig.

Stig ist behende und hat eine perfekte Körperkontrolle. Er ist direkt und verhält sich ohne Hintergedanken. Zum Beispiel, wenn Albin eine gute Beurteilung im Rechnen bekommt, dann bemüht sich Stig, sein Rechnen zu verbessern - ein voraussichtlich erfolgloser Versucht, weil Rechnen sein Schwachpunkt ist.

Albin hingegen ist der Intellektuelle. Mit zwei konnte er schon komplizierte Wörter aussprechen. Mit Schlauheit ändert er die Regeln des Spiels, um seine Chancen zu erhöhen. Da er kein Athlet ist, schlägt er Stig beispielsweise vor, den Sportlichen Wettbewerb in eine Mutprobe umzuwandeln - zu seinem Vorteil, weil sie auf diesem Gebiet sich ebenbürtig sind.

Albin und Stig sind zwar verschieden - zumindest bezüglich ihrer Fähigkeiten - aber sie haben auch viele Gemeinsamkeiten: Sie sind tapfer, aber nicht furchtlos, gefahrbewusst, aber empfindlich (besonders gegen das Urteil ihrer Mütter und ihrer Anhänger). Und sie haben trotz allem einen guten Sinn für Humor.